Hallo, schön, dass du da bist!

 

Es ist halb zehn Uhr morgens und ich habe gerade meinen Lebensstern in den Kindergarten gebracht. Der Bengel war um fünf Uhr Früh schlaftrunken und hat lange rumgewetzt, bis er wieder ruhig wie ein Lämmchen weiterschlief.  

 

Nachdem ich meistens von Zuhause aus arbeite, gehöre ich zu den relaxten Müttern, die glücklicherweise morgens ihre Herde nicht auf Punkt irgendwohin treten muss. Dafür bin ich unglaublich dankbar. Wir genießen unsere heilige Morgenzeit, die wir mit ausgiebig Kuscheln, Raufen, Blödeln, Geschichten erzählen und viel Lachen verbringen. 

 

Nur in den letzten Wochen war alles ganz anders. Ich bekam einen Arbeitsauftrag für den ich bereits vor acht Uhr da sein musste. Das gemeinsame Aufstehen verlief getaktet. Kind um halb sieben wecken, ist todmüde, lass ihn bisschen weiterdösen, Ungeduld, Kind versteckt sich, Druck, Kind läuft davon, ich schnappe es, es wehrt sich, strampelt, schlägt um sich, schwitzen, Blick auf die Uhr, Stresspegel steigt, weinen, schreien, brüllen,...

 

Das überforderte Kind wollte nicht mehr in den Kindergarten. Er schrie und brüllte vor der Tür. Die Betreuerinnen zogen ihn aus dem Fahrradhänger, er weinte bitterlich und streckte seine kurzen Ärmchen nach mir aus. Ich fuhr verzweifelt und heulend an meinen Arbeitsplatz.

 

Über die Wochen wurde mein glückliches Kind zum Bettnässer und in unserer knappen, gemeinsamen Zeit laut und aggressiv. Wir probierten unglaublich gescheite pädagogische Methoden aus. Ich hörte mir viele gut gemeinte RatSCHLÄGE an: "Musst ihn halt früher ins Bett bringen.", "Musst halt deine Einstellung ändern". Die Verbesserung war nicht in Sicht. Daher entschied ich mich für eine radikale Änderung. Ich beendete meinen Arbeitsauftrag. Das ist keine Woche her und ein ruhiger Start in den Tag ist seitdem umso bedeutender für uns. 

 

Also betraten wir heute frisch und munter die Einrichtung. Die erste erwachsene Person der wir begegneten schaute auf die Uhr, murmelte ein "Ganz schön spät" in ihre Maske und huschte an uns vorbei. Bei der Übergabe in den Gruppenraum verlief die Begrüßung etwas ausführlicher: "Hallo, hattet ihr einen Termin?" "Nein, mir war es wichtig, dass er ausschläft." "Aber die Bringzeiten sollten schon eingehalten werden." 

 

Hallo, hallo, schön, dass du da bist!

Der Singspiel-Klassiker eignet sich auch wunderbar als Anfangs-Ritual für deine Kindertanz- und Bewegungsstunde. 

 

Dieses Beispiel ist nicht ungewöhnlich. Es ist nicht gut, oder schlecht. Es macht nur eines deutlich: Die Regel "Jeder hat pünktlich zu kommen" steht über dem Wert "Alle Kinder und deren Begleitpersonen werden herzlich begrüßt". Regeln basieren auf Werte. Wem dienen diese Regeln? Wer oder was soll Funktionieren und wer soll sich wohl fühlen? 

 

Um wen geht`s hier eigentlich?

 

Der Psychologe Malte Mienert hat für das Leben und Arbeiten mit Kindern und Familien, dass immer wieder Zweifel aufwirft, einen großartigen, simplen Tipp...

 

Die erste und wichtigste Quelle ist immer die Frage:

 

Wie hätte ich es mir als Kind selbst gewünscht?

 

Damit sind die meisten Fragen schon beantwortet. 

 

 

Was wäre, wenn du Kindertanzgruppen in einem inspirierenden, bunten Rahmen leitest, der jedes Kind aufblühen lässt?

 

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"Das Leben läuft nun mal nach Regeln. Das müssen Kinder auch lernen. Auch Eltern haben sich an Regeln zu halten, sonst kann der Kindergarten / Schul-Alltag nicht mehr GEREGELT ablaufen", usw. usf. Das waren alles mal meine Worte.😉 Ich kann mich erinnern, unglaublich engstirnig und überheblich gegenüber Eltern gewesen zu sein. Pures Glück, dass jeder Tag von Neuem beginnt.💃🏽

 

Schau mal hier rein Die Macht der Reflexion und welche Rolle spielt dabei die eigene Kindheit? Kitaheld Andreas Ebenhöh interviewt den Entwicklungs- und pädagogischen Psychologen Malte Mienert. Schwer empfehlenswert, ein großartiges Gespräch für alle, die mit Kindern arbeiten!

 

In diesem Sinn:

Herzlich Willkommen in meinem Blogartikel!

Schön, dass du bis hierher gelesen hast. 

P.S.: Leite den Blogartikel gerne an deine Freundin oder engagierte Kollegin weiter, DANKE!

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