Es war einmal ein Sommerfest

Grauenhafte Bühne, kein Babysitter und Kids, die ich nicht kannte ...

 

Es war einmal ein Sommerfest ... 

Echt sowas gabs mal? Jaaa und ich kann dir versichern, da kommen noch viele wunderbare Feste auf dich und deine Kinderschar zu 😊

 

Ich kam 10 Wochen lang, jeweils an einem Nachmittag, in einen Kindergarten. Meine zwei Grüppchen, ausschließlich Kinder, die gerne bei meinem Programm mitmachen wollten, warteten schon sehnsüchtig auf mich. Je 45 Minuten pro Gruppe tanzten und bewegten wir uns, in einem winzig kleinen Turnraum, was das Zeug hielt. Die Kindergartenleiterin bat mich beim Sommerfest eine kleine Tanzeinlage einzubauen.

 

WICHTIG: Das Ziel meiner Tanzgruppen ist NICHT eine Aufführung. Meine Angebote sind ausschließlich konzipiert, um Kindern eine gezielte Bewegung zur Musik zu ermöglichen. Das Programm fördert Kinder in ihrer Körperlichkeit, ihr musikalischer Raum wird erweitert und ihr Selbstbewusstsein gestärkt. Die Aufführung kann sein, wenn ich gefragt werde UND die Kinder dazu große Lust haben.


Der Kindergarten verfügte über eine kleine Terrasse. Mit ruppigem Steinpflaster aus den 70er Jahren, das sich in den Jahrzehnten aufwölbte. Hier spielte sich die Aufführung ab. Ich schaute mir die "Bühne" vorab NICHT an, weil ich mir dachte, "Sommerfest im Garten, da kann nix schief gehen" Blöder Fehler. Allein beim Anblick dieses pickelharten Steinbodens tat mir schon mein Gestell weh. Du erfährst gleich warum.

 

Beim Fest hockten die zwei Kindergartengruppen in Reih und Glied auf ihren Sesseln, sangen und spielten abwechselnd ihre Lieder und Gedichte. Der Garten war rappelvoll mit den Gästen. Eltern, Geschwister, Freunde & Co machten es sich auf Bierbänken im Garten gemütlich. Mein Baby war damals zarte 4 Monate alt. Ich hatte keinen Babysitter, also kamen wir im Doppelpack während des Festes angefahren. Die Stimmung war schon richtig gut. Mamas mit Tränen in den Augen - das ist immer ein hohes Qualitätssiegel 😉

  

Die Leiterin sah uns kommen, reagierte superflexibel (das war so vereinbart) und kündigte mich spontan an. Ein Kindergartenkind-Opa, pensionierter Tontechniker (was Besseres kann dir nicht passieren), hatte sein großartiges Equipment aufgebaut und die Musik, Mikros und Lautsprecher perfekt im Griff. Ich gab ihm meinen USB-Stick mit unseren Titeln, drückte meinen Goldschatz der Chefin, die mein Baby nicht kannte, in den Arm (zimperlich dürfen Mama und Baby da net sein, ...) und rief lautstark in die Menge "JETZT WIRD GETANZT!"

 

Mit meinem grellpinken Tanzhut, damit mich die Kinder besser sehen konnten, stellte ich mich in die hintere Ecke des Gartens. Meine Tanzkinder sprangen auf mich zu - und etliche mehr. "Bettina, darf mein Freund auch mittanzen? Bettina, darf meine große Schwester mittanzen, sie geht schon in die Schule? Bettina da sind einige Vormittags-Kinder, die leider nie bei deinem Programm dabei waren, aber so gerne mitmachen möchten, ... ?" Damit hatte ich nicht gerechnet. Eine kleine und steinharte "Bühne" und viele Kinder, die ich nicht kannte. Aber es war keine Zeit zum Überlegen, natürlich: "Tanz ist für alle da". 

 

Ich blieb mit der 35 köpfigen Gruppe am Platz und rief in die Menge: "Wie stark bist du? Wie stark ist dein Körper" Alle Kinder zeigten mir ihre unglaublich kräftigen Stärke-Posen. Ich lobte die Kinder und rief ihnen zu: "Was macht deine Stimme, wenn du so stark bist?" Die Kinder stießen Kraftlaute (man kann das auch Urgeschrei nennen 😉 zu ihren Bewegungen aus.

 

Auf mein Signal an den DJ "Musik ab" startete unser bombastischer "Power-Tanz" zu der fulminanten Filmmusik des türkischen Serienhits

Ask ve Cesa. - Tipp: leiser starten und langsam lauter werden - Wir marschierten im Militärschritt durch den Garten vor zur Bühne. Auf der Bühne stellten sich alle Kids mit einem Kraftschrei in ihre "Power-Freece-Pose".   

 

Musikstopp - und nach ein paar Sekunden Pause wurde der Song wiederholt.  Während der verschiedenen Musiksequenzen bewegten wir uns in den verschiedenen Raumebenen: kräftig in die Höhe gerichtet, aus der Bauchmitte heraus und auf dem Boden, lautstark untermalt mit unseren Kraftlauten - das tat auf den Pflastersteinen weh, aber nur mir, die Kids hatten riesen Spaß dabei. 

 

Du fragst dich nun, ob`s das gewesen sein soll?

Ja.

Stell` dein gescheites Hirn beiseite und komm zurück in die Einfachheit. Hier liegen die wahren Schätze.


Die Eltern wurden natürlich auch einbezogen. Das war besonders lustig.

Wie wir das gemacht haben und viele weitere Impulse und Ideen für deine  bombastisch wirkungsvollen und dabei so einfachen Choreos,

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Diese in Summe 20 Minuten Einlage - wir hatten noch 2 weitere Tänze in petto - waren ein unglaublicher Erfolg. Die Gäste shakten voll mit. Eltern kamen auf mich zu, fragten nach den Musiktiteln und erzählten mir, dass ihr Kind so gerne in meine Tanzgruppe kommt, weil sie da "so tanzen kann, wie sie will". Das ist definitiv das schönste Kompliment für eine Tanzpädagogin.

 

Nachdem du diesen Blogartikel bis zum Ende gelesen hast verstehst du, warum dieses "Frei-Tanzen Gefühl" deiner Tanz-TeilnehmerInnen DEINE AUSZEICHNUNG ist.

 

Um dieses Gefühl zu erzeugen, braucht es eine Menge Know-How, Vorbereitungsarbeit und vor allem deine Fähigkeit "Loslassen" zu können.

 

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Lass` dir gut gehen und

hab jede Menge Spaß!

Herzlichst, 

P.S.: Du kennst jemanden, der auch von meinen Blogartikel profitieren kann? Leite ihn gerne weiter!

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