Ich mach` was ich will :-)

Ich liebe die Farbe Rot - und TANZEN. Vor allem das losgelöste abshaken auf der Tanzfläche zu den 80`sDazu gibts als Stadt-Salzburgerin allerdings ein Problem - und das seit Jahren: Wo ist bitte die passende location???

 

Mit "passend" meine ich: ausreichend Platz, rauchfrei (schönen Gruß an unsere Regierung), bezahlbare Getränke (Salzburg, du bist bezaubernd, aber schwer leistbar), nicht grintig (keine Ahnung was das heißt? Blätter nach im österreichischen Volkswörterbuch ;-) und ohne mannigfaltige, nach dem 5. Bier "jetzt trau ich mich sie anzuquatschen", Typen.

 

Kennst du das? Du willst unbedingt was Bestimmtes machen, dein Körper und Geist gieren danach, du weißt es täte dir wahnsinnig gut, und trotzdem: "no way!"

Mit diesem Zustand wollte ich mich, nach jahrelanger "Tanzwüste", nicht mehr abfinden. Vor einiger Zeit stand ich vor der Entscheidung, die dutzendste Intensiv-Weiterbildung, in meinem beruflichen Schwerpunkt "Integration und Migration" zu absolvieren. In Berlin - weil Berlin cool ist. Das Langzeit-Apartment war bereits reserviert und mein Finger bereit, den Link "verbindliche Anmeldung" anzuklicken.

 

Ich bin heute noch meinem Geist dankbar, der mir in diesem Moment, die intelligenteste aller Fragen stellte:

Willst du das wirklich?

Die Antwort folgte prompt: "Nein."

Nun, du ahnst was kommt, es folgte die zweite aller intelligentesten Fragen:

Was willst du dann?

TANZEN.

Ok, das war relativ rasch geklärt. Das Berliner Apartment wurde storniert. Stellte sich nur noch die Frage, wie ich endlich zur Tanzerei kommen sollte. Und siehe da:

 

Mit der Fokussierung meines Wunsches fielen mir Angebote und Möglichkeiten ein. Ich begann breiter zu denken. In meiner über 10jährigen Tätigkeit als Referentin und Trainerin im Migrationsbereich, setzte ich bereits regelmäßig Gruppentänze als Methode zur Auflockerung und Konzentrationssteigerung ein. Die Resonanz war durchwegs positiv.

 

Also war mein genialer - und so naheliegender Einfall -  Hobby, Leidenschaft und Beruf zu vereinen.

Ich entschied mich zur Ausbildung als Bewegungs- und Tanzpädagogin. Meine Diplomarbeit schrieb ich zum Thema "AkzepTANZ. Interkulturelles Lernen mit Tanz und Bewegung", und konnte hierbei meine jahrelange Expertise einbringen. Die Ausbildung war auch in einer coolen Stadt. Zwar nicht sooo cool wie Berlin, aber wie heißt es so schön: In Linz beginnts! Yes!!!

 

Seitdem komme ich regelmäßig zu meiner Tanzerei.

Und ich brauche KEINEN PARTNER dafür!

Weißt du wie schön das ist? Ich tauschte stundenlange Büro- und PC Arbeit aus, tauchte in die Welt des Kreistanzes ein - das ist auch was Wunderbares, eine besondere Gruppendynamik und Energie :) Ich besuche gerne Angebote von KollegInnen und bin laufend am Konzipieren von neuen Tanzangeboten.  

 

Das größte Geschenk ist die tolle Stimmung in meinen Tanzgruppen.

Die Lust und Laune, die auf alle überschwappt und die lachenden und zufriedenen Gesichter. Ich bin dankbar, dass ich das immer wieder erleben darf!

 

Meine Entscheidung, ein kleiner Schritt, das TUN, was ich wirklich wollte, hat mein Leben verändert und sehr bereichert.

Es zahlt sich aus: 

Go!

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Kommentare: 1
  • #1

    Milla (Samstag, 02 Februar 2019 23:02)

    Liebe Bettina, da shake ich gleich mit � Was für ein lebendiger und wundervoller Artikel.
    Ich erkenne mich so wieder. Ich würde auch am liebsten den ganzen Tag tanzen (Was ich auch jeden Tag für mich tue). Nur allein tanzen ist doof. Tanz öffnet Herzen und ist Ausdruck der Seele. Dein Beitrag hat mich sehr bereichert. Wo hast du die Ausbildung gemacht?
    LG aus der Sächsischen Schweiz Milla